
Bei der Übergabe der neuen Anlagen von Energy Fyn in Dänemark wurde eines der weltweit ersten Belüftungssysteme enthüllt, das Solarkollektoren benutzt, um Munters' DesiCool-System zu betreiben, das zur Kühlung und Belüftung eines Bürogebäudes eingesetzt wird.
Mit freundlicher Genehmigung von Nicolai Østergaard, Ingenioeren, Dänemark
Durch die Verwendung von solarbeheiztem Wasser wird der Energieverbrauch zur Kühlung und Belüftung der neuen Hauptgeschäftsstelle von Energi Fyn im Vergleich zum Energieverbrauch für herkömmliche Belüftungssysteme um bis zu 60% reduziert. Gleichzeitig liefern Solarzellen die Energie zum Betrieb des Systems.
„Wir möchten demonstrieren, wie naturnah es ist, Solarkollektoren zur Energieverwendung für die Belüftung eines großen Bürogebäudes einzusetzen. An heißen Sommertagen, wenn der Belüftungsbedarf am größten ist, können Sonnenkollektoren einiges an heißem Wasser für den Kühlprozess liefern,“ so Henrik Vorgaard, CEO bei Energi Fyn. Beim Kühlprozess wird das aufgeheizte Wasser benutzt, um die eingehende Luft zu entfeuchten und erneut während des Verdampfungsprozesses im DesiCool-System benutzt, bei dem die Luft auf die richtige Temperatur gebracht wird, bevor sie zurück ins Gebäude geleitet wird.
Herkömmliche Belüftungssysteme für gewerbliche Anlagen und Bürogebäude sind seit jeher verhältnismäßig schädlich für die Umwelt. Einer der Gründe dafür ist die große Menge an Kühlmittel, normalerweise 200 Liter oder mehr, das in den Installationstanks gelagert wurde und bei einem Leck in die Umwelt austreten konnte. Ein anderer Grund ist der hohe Energieverbrauch zum Betrieb der Kompressoren und Verdampfer. Das DesiCool-Belüftungssystem von Munters in den neu errichteten Anlagen wurde in Munters‘ europäischer Produktionsstätte in Dison, Belgien, hergestellt. Die Sorptionskühlung geschieht durch ein Sonnenkollektorsystem, sobald Wasser mit einer Temperatur von 55°C oder darüber produziert wird.
„In der Praxis bedeutet das, dass die Kühlinstallation das ganze Jahr über mit Solarenergie betrieben werden kann, da unsere Tests in den letzten Wochen ergaben, dass auch bei bewölkten und relativ kalten Tagen die Sonnenkollektoren immer noch Wasser mit einer Temperatur über 60°C liefern, so Projektleiter Robert Blach von Munters, das die DesiCool-Anlage lieferte.
Die Anlage kann bei Bedarf auch Energie aus dem örtlichen Heiz-Netzwerk beziehen. Der Kühleffekt der Anlage liegt bei etwa 240 kW und es kann eine Luftmenge von 46.000m³/h bearbeitet werden. Im Winter zeigt die Anlage einen Wärmerückgewinnungsgrad von 90°C. Die Anlage enthält weder Kompressoren, Verdampfer noch Kondensatoren mit Belüftern.
Die Solarkollektoranlage bedeckt einen Bereich von 37,5 m² und erreicht eine Ausbeute von 520 kWh/m² pro Jahr. Die Kollektoren sind die einzigen auf der Welt, die gleichzeitig Temperaturen bis zu 110°C liefern können und einen hohen Wirkungsgrad bieten. Die Solarkollektoren wurden von Arcon geliefert.
„Technische Entwicklung bedeutet, dass Solarenergie jetzt das ganze Jahr über Strom an eine Kühlanlage liefern kann, da nur 55°C benötigt werden, um den Prozess mit Energie zu versorgen. So kann man sagen, Kühlung und Solarkraft haben sich zu idealen Partnern entwickelt“, so Rene Rubak, technischer Experte bei Arcon.
Er betonte, dass die Solarkollektoren in ein spezielles Antireflexionsglas integriert wurden, dessen Oberfläche sich wie eine große Zahl von Prismen verhält. Damit kann die Oberfläche, sogar wenn die Sonne aus einem Neigungswinkel von 50 Grad auf die Kollektoren einstrahlt, z.B. am frühen Morgen, immer noch 94% der Sonnenstrahlen absorbieren. „Effektiv reicht also normales Tageslicht, um die gewünschte Wirkung zu erreichen. Sonneneinstrahlung von gerade mal 300 Watt ist schon genug, um eine Wassertemperatur von über 55°C zu erreichen“, so Rene Rubak.
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180 Mitarbeiter verbringen ihren Arbeitstag im neuen zweistöckigen Betriebsgebäude mit einem ausgedehnten Großraumbüro. Das Gebäude umfasst insgesamt 7.000 m² und die Solarkraftanlage und das DesiCool-System werden durch ein intelligentes Beleuchtungssystem ergänzt, das die Lichtintensität dem durch die Fenster eintretenden Licht anpasst. |
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